unmöglich


unmöglich

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1un|mög|lich ['ʊnmø:klɪç] <Adj.>:
1.
a) nicht zu bewerkstelligen, nicht durchführbar, nicht zu verwirklichen:
das ist ein unmögliches Verlangen; das Unwetter hat mein Kommen unmöglich gemacht; es ist [uns] unmöglich, die Ware heute schon zu liefern.
Syn.: unerträglich, unhaltbar, untragbar.
b) nicht denkbar, nicht in Betracht kommend:
es ist unmöglich, ihr jetzt die Hilfe zu verweigern.
Syn.: indiskutabel, undenkbar.
2. (ugs., meist abwertend) in als unangenehm empfundener Weise von der Erwartungsnorm abweichend; sehr unpassend:
sie trug einen unmöglichen Hut; du hast dich unmöglich benommen.
Syn.: ungebührlich (geh.), ungehörig.
  2un|mög|lich ['ʊnmø:klɪç] <Adverb>:
a) (ugs.) (weil es unmöglich ist) nicht:
mehr ist unmöglich zu erreichen.
b) (weil es nicht rechtens, nicht zulässig, nicht anständig, nicht zu vertreten wäre) nicht:
ich kann sie jetzt unmöglich verlassen.

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ụn|mög|lich 〈a. [-′—]〉
I 〈Adj.〉
1. nicht möglich, nicht durchführbar, nicht denkbar
2. 〈umg.〉 völlig aus dem Rahmen fallend, nahezu komisch, anstoßerregend
● bei Gott ist kein Ding \unmöglich (Lukas 1,37); sie hatte ein \unmögliches Kleid an 〈umg.〉; ein \unmöglicher Mensch 〈umg.〉 ● aussehen: du siehst (in dem Hut, dem Kleid) \unmöglich aus! 〈umg.〉; er benimmt sich einfach \unmöglich; scheinbar Unmögliches leisten; jmdn. \unmöglich machen durch Verleumdung usw. bloßstellen; er hat sich \unmöglich gemacht sich schlecht benommen; das Unmögliche möglich machen 〈umg.; scherzh.〉; sein: es ist \unmöglich, wie du dich benimmst; der Kerl ist \unmöglich; es ist mir \unmöglich, zu kommen; du verlangst Unmögliches von mir ● das ist ganz, völlig \unmöglich; das ist räumlich, technisch, zeitlich \unmöglich ● ich halte es für \unmöglich
II 〈adv.〉 keinesfalls, unter keinen Umständen ● das kann ich \unmöglich allein schaffen; das kann \unmöglich richtig sein

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1ụn|mög|lich [auch: …'mø:k… ] <Adj.>:
1.
a) nicht durchführbar; sich nicht bewerkstelligen, verwirklichen lassend:
ein -es Unterfangen;
das ist technisch u.;
dieser Umstand macht es mir u., daran teilzunehmen;
<subst.:> ich verlange nichts Unmögliches [von dir];
b) nicht denkbar, nicht in Betracht kommend; ausgeschlossen:
ich halte es für ganz u., dass er der Täter ist;
es ist absolut u., ihm jetzt die Hilfe zu versagen.
2. (ugs., meist abwertend) in als unangenehm empfundener Weise von der erwarteten Norm abweichend, sehr unpassend, nicht akzeptabel, nicht tragbar:
ein -es Benehmen;
sie hat -e, die -sten Ideen;
du bist, benimmst dich u.;
dieser Hut ist u.;
jmdn., sich u. machen (jmdn., sich bloßstellen, in Misskredit bringen: du machst uns alle u.)
2ụn|mög|lich [auch: …'mø:k… ] <Adv.> (ugs.):
a) (weil es 1unmöglich 1 a ist) nicht:
mehr ist u. zu erreichen;
b) (weil es nicht rechtens, nicht zulässig, nicht anständig, nicht vertretbar wäre) nicht:
ich kann ihn jetzt u. im Stich lassen.

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ụn|mög|lich [auch: -'- -]: I. <Adj.> 1. a) nicht zu bewerkstelligen, nicht durchführbar, nicht zu verwirklichen: ein -es Unterfangen; das Bild zeigt eine Gestalt in einer -en (in Wirklichkeit nicht einnehmbaren) Körperhaltung; das ist technisch u.; dieser Umstand macht es mir u., daran teilzunehmen; Nein, sein Bett konnte er u. verlassen, die kleinste Bewegung ... erzeugte Schmerz (Kronauer, Bogenschütze 399); <subst.:> das Unmögliche möglich machen wollen; ich verlange nichts Unmögliches [von dir]; b) nicht denkbar, nicht in Betracht kommend, ausgeschlossen: ich halte es für ganz u., dass er der Täter ist; es ist absolut u., ihm jetzt die Hilfe zu versagen. 2. (ugs., meist abwertend) in als unangenehm empfundener Weise von der Erwartungsnorm abweichend, sehr unpassend, nicht akzeptabel, nicht tragbar: ein -es Benehmen, Verhalten; sie hat -e, die -sten Ideen; er habe es geduldet, dass er diese -e Person geheiratet habe (Danella, Hotel 189); alle möglichen und -en (die verschiedensten u. teilweise seltsamsten, kuriosesten) Gegenstände; ich hatte an den -sten (an den seltsamsten, an nicht zu erwartenden) Stellen Muskelkater; du bist, benimmst dich u.; dieser Hut ist u.; er sieht [in dem Mantel] u. aus; ... dass keiner in unserer Familie reiten lernen wollte. Was nun wieder mein Onkel William ganz u. findet (Danella, Hotel 304); *jmdn., sich u. machen (jmdn., sich bloßstellen, in Misskredit bringen): Hörst du, schreit meine Mutter jetzt. Du machst uns alle u.! (Gabel, Fix 118); eine Anstalt, in die man diejenigen brachte, die sich durch ihr Verhalten in der Gesellschaft u. gemacht hatten, auch ohne dass sie geisteskrank waren (Weiss, Marat 139). II. <Adv.> (ugs.) a) (weil es unmöglich I 1 a ist) nicht: mehr ist u. zu erreichen; b) (weil es nicht rechtens, nicht zulässig, nicht anständig, nicht vertretbar wäre) nicht: ich kann ihn jetzt u. im Stich lassen.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Unmöglich — 1. Es ist nichts unmöglich. – Schlechta 128. 2. Es ist unmöglich, die Sonne mit Säcken und den Wind mit Netzen zu fangen, oder mit einem steinernen Schiffe über das Meer zu fahren. – Chaos, 398. 3. Unmöglich ist härter als Diamant (Stein). –… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

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